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Bahnfilme im Kino Rätia Thusis

Die Eisenbahn war in der Filmgeschichte immer wieder ein wichtiger Protagonist. Das brachte die Verantwortlichen des Kino Rätia in Thusis auf die Idee, in Zusammenarbeit mit historic RhB eine Filmreihe zusammenzustellen.

?Vor mehr als 100 Jahren wurde Graubünden durch die Verwirklichung eines im ganzen Alpenraum einzigartigen Bahnnetzes wirtschaftlich und kulturell geprägt.
Im Kino Rätia in Thusis – im Herzen des Bahnlandes Graubünden - werden vom
18. Februar 2012 an während zweier Monaten spannende Bahnfilme gezeigt. Sogar ein Krimi aus der Anfangszeit der RhB ist dabei.
Historic RhB setzt sich besonders für die Erhaltung des alten Rollmaterials (Lokomotiven, Personenwagen, Schneeschleudern, Güterwagen) ein. Die Albula- und die Berninalinie wurden 2008 zum Unesco Welterbe erklärt. In diesem Zusammenhang entsteht das Bahnmuseum Albula in Bergün, wo die spannende Geschichte und die verschiedensten Facetten der RhB gezeigt werden. Historic RhB ist auch bei der Verwirklichung des Bahnmuseums Albula massgeblich beteiligt.

Tauchen Sie ein in die verschiedensten Bahnwelten – und erleben Sie im Kino Rätia in Thusis spannende Filme, mit Eisenbahnen als heimliche Hauptdarsteller.
Historic RhB und das Rätia Kino Thusis wünschen spannende Kinoerlebnisse: Wir fahren Zug mit dem «Rächer von Davos», wo sich zwischen Agnès Parray und dem Grafen Milesco eine Liebesgeschichte entspinnt, die sich bald als Farce herausstellt (Stummfilm mit Livemusik). Wir fahren in «The General» mit Lokomotivführer Johnnie Gray (Buster Keaton ) mit, der zur Zeit des amerikanischen Brügerkrieges einsam die Verfolgung seiner von nordstaatlichen Spionen entführten Lokomotive «General» aufnimmt. In die gleiche Zeit versetzt uns Jim Jarmuschs «Dead Man», in welchem wir gemeinsam mit einem hervorragenden Johnny Depp aus Cleveland in den immer wilder werdenden Westen unterwegs sind, und wir leiden im wunderbaren «Scharf beobachtete Züge» des Tschechen Jirí Menzel mit dem jungen Protagonisten Milos in seinen Liebesnöten und seinem versuchten Anschlag auf einen Nazi-Zug mit. In «Zugvögel - einmal nach Inari» mit uns Hannes mit nach Finnland, wo er, sämtliche Kursbücher und Fahrpläne Europas auswendig kennt, an einem Fahrplan Wettbewerb teilnehmen will. Im Kinder- und Familienfilm «Der blaue Pfeil» entdeckt der kleine Francesco im Schaufenster eines Spielwarenladens einen wunderschönen blauen Spielzeugzug, den Blauen Pfeil. Nur zu gerne hätte er ihn, aber bis dahin hat er viele Hürden zu überwinden.

Programm

Sa 18. Februar
Sa 25. Februar
Sa 03. März
Sa 10. März
So 11. März
Sa 17. März
Sa 24. März
So 25. März
Sa 14. April
Sa 21. April
Sa 28. April



19:00
19:00
19:00
16:30
16:30
19:00
19:00
20:15
19:00
19:00
19:00

The General
Dead Man
Zugvögel … Einmal nach Inari
Der blaue Pfeil
Der blaue Pfeil

RR
The Cassandra Crossing
The Cassandra Crossing
Scharf beobachtete Züge
Der Rächer von Davos
El ultimo tren

 

Sa 18.2. 19:00

the general

The General
Regie: Buster Keaton, USA 1926, 78’

«The General» ist eine 1926 gedrehteepische Filmkomödia von und mit Buster Keaton. DerFilm spielt zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges und basiert auf dem historisch verbürgten Andrews-Überfall vom 12. April 1862. Der Lokomotivführer Johnnie Gray nimmt einsam die Verfolgung seiner von nordstaatlichen Spionen entführten Lokomotive General auf. Mit Hartnäckigkeit und Erfindungsreichtum gelingt es ihm, sowohl seine Maschine als auch die Gunst seines geliebten Mädchens Annabelle Lee zurückzuerobern.

Das Werk entstand auf dem Höhepunkt von Keatons Ruhm und gilt als eine der bedeutendsten Komödien der Stummfilmzeit.

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Sa 25.2. 19:00

dead man

Dead Man
Regie: Jim Jarmusch, USA 1995, E/d/f, 116’

Der in schwarz-weiss gehaltene Film spielt im Wilden Westen. Ein junger Mann macht sich voller Tatendrang aber ohne Selbstsicherheit auf, um in einer Eisenfabrik am Ende der Bahnschienen einen Job als Buchhalter anzutreten.
Doch seine eigentliche Reise hat ein anderes Ziel ... die andere Seite des Lebens. Als Opfer der Umstände ist er plötzlich ein Outlaw, von einer Kugel verwundet und von Kopfgeldjägern gejagt.
Wunderbar untermalt wird der Film von Neil Young's Gitarrenklängen. Wer die Tiefe und Intensivität von William Blakes Wirken verstehen möchte, für den ist dieser Film sowohl Muss als auch Genuss.

Mit Johnny Depp

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Sa 3.3. 19:00

zugvoegel

Zugvögel ... Einmal nach Inari
Regie: Peter Lichtefeld, D/Fin 1998, OV/d/f, 87’

Kleines Kino ganz gross: Joachim Król als Bierhilfsfahrer Hannes aus Dortmund fährt nach Finnland, um dort an einem Wettbewerb teilzunehmen. Sein ausgefallenes Steckenpferd: Er kennt die Kursbücher und Bahnverbindungen Europas in- und auswendig. Er lernt die bezaubernde Finnin Sirpa kennen und ahnt nicht, dass er in Deutschland gesucht wird, weil er den Urlaubsantrag bei seinem Chef zu vehement gestellt hat.

Diese Perle der deutschen Kinokultur über das Leben eines einfachen Menschen mit einem Alltag, der durch die Darstellung der Alltäglichkeit grenzenlos skurril wirkt, ist ein Meisterwerk der leisen Töne und atmosphärisch einfach berauschend dicht.

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So 10.3. 16:30
So 11.3. 16:30

der blaue pfeil

Der blaue Pfeil
Regie: Enzo d'Alò, I 1996, deutsch, I 1996, 90'

Als die Hexe Befana, die jedes Jahr Geschenke an die Kinder verteilt, krank im Bett liegt, übernimmt der Geschäftemacher Scarafino ihre Aufgabe. Doch der will die Spielwaren lieber verkaufen als verschenken. Da kommt es zum Aufstand im Spielzeugland.

Diese Koproduktion von Zeichnern aus der Schweiz, Italien und Luxemburg ist nicht nur ein Beweis, dass fantasiebegabte Künstler noch genügend Mittel im petto haben, um der gehetzten Clip-Ästhetik trendiger Zeichentrickfilme eine eigene, kräftige Bildsprache entgegenzusetzen. Die herrlich ruhigen Szenen d'Alós und seiner über 200 Mitstreiter lassen dem kindlichen Zuschauer viel Zeit, um sich auf die fremde Welt einzustellen und sie den eigenen Erlebnissen gegenüberzustellen.

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Sa 17.3. 19:00

rr

RR
Regie: James Benning, USA 2007, OV, 111’

Die Filme von James Benning bieten keine einfache Unterhaltung. In «RR», das für Railroad steht, widmet sich der amerikanische Avantgarde-Regisseur Schienensträngen und Güterzügen in den USA. In fast zwei Stunden sind 37 statische Einstellungen von herannahenden und passierenden Güterzügen aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen, mal von oben, mal von unten, von der Seite, von vorn oder hinten. Auf Totalen folgen Close-ups, in denen man die Details der Waggons studieren kann: Graffitis, Tags, Logos. Die Züge rauschen durch kahle Landschaften, durch Kleinstädte, vorbei an Fabriken, über Bahnübergänge, am Meer entlang, durch Berge. Und das in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und zu verschiedenen Jahreszeiten.

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Sa 24.3. 19:00
So 25.3. 20:15

the cassandra crossing

The Cassandra Crossing
Regie: George Pan Cosmatos, I/UK 1977, OV/d/f, 129’

Bei einem Anschlag in Genf wird ein Lungenpest-Erreger freigesetzt. Ein Täter entkommt, flieht in den Express-Zug nach Stockholm und wird entdeckt. Der Zug wird mit Wachen besetzt, hermetisch abgeriegelt. Colonel Mackenzie will ihn aufs Gelände eines ehemaligen KZs umleiten. Der Zug rast auf die einsturzgefährdete Cassandra-Brücke zu. Arzt Dr. Chamberlain und seine Frau Jennifer erzielen erste Erfolge bei der Heilung der infizierten Passagiere. Colonel Mackenzie besteht auf der Durchführung des Plans. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...
«The Cassandra Crossing» ist ein spannender Katastrophenfilm mit Thriller-Dramaturgie und Staraufgebot.

Mit Burt Lancaster, Sophia Loren, Richard Harris, Martin Sheen, Ava Gardner, O.J. Simpson, Lou Castel, Ingrid Thulin

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Sa 14.4. 19:00

scharf beobachtete züge

Scharf beobachtete Züge
Regie: Jirí Menzel, Tschechoslowakei 1962, OV/d/f, 92’

Milos tritt im Winter 1944 eine Stelle als Praktikant auf einer winzigen tschechischen Bahnstation an. Milos, der bisher noch nicht viel Erfahrung in Sachen Liebe gesammelt hat, möchte auch ein Mädchen lieben. Er hat aber keine Ahnung, wie er das anstellen soll. Als er mit der hübschen Schaffnerin Masa zusammen im Zug fährt, scheint seine Stunde gekommen zu sein. Denn auch Masa hat sich entschlossen, mit dem schüchternen Milos die Nacht zu verbringen. Doch das Ganze endet in einem Fiasko.

Ein pubertierender Schrankenwärter entdeckt in dieser Oscar-gekrönte Tragikomödie. Im Kriegswinter 1944 arbeitet der junge Milos auf einem tschechischen Provinzbahnhof. Viel gibt es nicht zu tun, lieber lauscht er den "Erfahrungen" der Kollegen. Ständig deren Zoten ausgesetzt, versucht der schüchterne Junge eines Tages Schaffnerin Masa zu erobern ­ ohne Erfolg. Erst bei einer Partisanin findet er sein Glück. Und spielt sofort den Helden: Für die Geliebte will er einen deutschen Munitionszug in die Luft sprengen.

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Sa 21.4. 19:00

der rächer von davos

Der Rächer von Davos
Regie: Heinrich Brandt, CH 1924, 58’

Im Höhenferienort Davos entspinnt sich zwischen Agnès Parray und dem Grafen Milesco eine Liebesgeschichte. Diese stellt sich bald als Farce heraus. Agnès ist einem Schwindler erlegen, der zusammen mit seiner Komplizin, Baronin Metard, aus amoureusen Ferienabenteuern seinen Profit schlägt. Agnès sollte nicht die einzige Betrogene bleiben...

Der Film hat keine Tonspur. Musikalisch begleitet wird er von Urs und Reto Senn.

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Sa 28.4. 19:00

el ultimo tren

El ultimo tren
Regie: Diego Arsuaga, Uruguay 2002, OV/d, 93’

«El ultimo tren» ist ein humorvolles Rail Movie über Zivilcourage und die Verteidigung von individuellen Werten, ein tragikomischer Western – ohne Cowboys und Pistolen.
Eine grosses Hollywood-Studio hat für ein neues Filmprojekt eine historische Lokomotive aus Uruguay gekauft. Für die Mitglieder der „Friends of the Rails Association“ sind gar nicht erfreut. Drei Veteranen der Association entführen den Zug und reisen entlang der alten, längst verlassenen Bahnlinien Uruguays. Das zieht eine Reihe abenteuerlicher Ereignisse nach sich. Von den Behörden verfolgt, erlangen die "Entführer" aber die Unterstützung der Menschen ihres Landes; Menschen, die seit der Stilllegung der Bahnlinie in einer Art Isolation leben. Für sie bedeutet der ungleiche Kampf um die Lokomotive ein Zeichen der Hoffnung.

«El ultimo tren» ist ein humorvolles Rail Movie über Zivilcourage und die Verteidigung von individuellen Werten, ein tragikomischer Western – ohne Cowboys und Pistolen.

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