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Programm Bühne 2017/1

Reservationen unter Tel 081 630 06 59

 

 


Sa 21. Januar
Fr 13. Februar
Fr 18. März
Sa 23. April
Fr 5. Mai





20:15
20:15
20:15
20:15
20:15





Wachset und mehret euch (Luca Maurizio)
Kindergeschichten (Manuel Löwensberg nach Peter Bichsels Kindergeschichten)
Pferde stehlen
(Jaap Achterberg nach Per Petterson)
Hang Up (Les Liptik, Céline Rey & David Melendy)
Die Hintertür - Schlagzeug und Pingdugongong
(Fritz Hauser, Rob Kloet, Peter Conradin Zumthor)

Barbetrieb vor und nach jeder Vorstellung

 

 

Sa 21. Januar 20:15






 

Luca Maurizio – Wachset und mehret euch

Kabarett einer exponentiellen Vision
Mit dem Scheinpositivismus einer politischen Rede wird in Maurizios neuem Programm eine paradoxe, irre Lösung für das nachhaltige Wachstum Graubündens und der Schweiz verfolgt. Eine Lösung, die das Spektrum der Stagnation für Jahrhunderte bannen soll und unsere Täler zu neuem, unübertrefflichem Glanz führen wird: Wachstum und Vermehrung bis ins hinterletzte Seitental.

In „Wachset und mehret euch“ gelobt Luca Maurizio die Achtung des göttlichen Zitats, währenddessen er die Geister des Kollapses auf der Bühne tanzen lässt. Zwischen der Phlegmatik der Berner, der Rettung eines überforderten Hausmannes durch Kuschelroboter sowie göttlichen Machovisionen tanzen die Figuren des kollektiven Burn-outs mit denen der antiken Schwarzmalerei.
Je grösser die Schuldenberge sich stapeln, je unkontrollierter die Flüchtlingsströme ausufern, je mehr der Optimierungswahn uns besetzt, je mehr die Nationalbanken beschwichtigend Geld drucken, desto schneller wird der Rhythmus und ermöglicht sogar die Wahl seltsamer Präsidenten.

Maurizio seziert mit freudiger Neugier das Wachstumsdogma und ruft Erstaunen und Verwirrung über adipöse Kinder und hyperaktive Neupensionierte, über konservative Birkenstockträger und atheistische Kuhfladenverächter, über pädagogische Velofetischisten und überversicherte Helikoptereltern hervor. So erhält eine exponentielle Funktion ein Liebeslied und ein vereinsamter Bandwurm ein Ode, die Ausgrenzung der Verlierer wird zur neuen Hexenjagd und die männliche Sterilisation zum neuen Röstigraben.
Ein Abend zum Lachen und zum verschmitzten Nachdenken.

Mit diesem Projekt hat Luca Maurizio den kantonalen Kulturwettbewerb 2015 in der Sparte Theater gewonnen und feiert am 21. Januar 2017 Premiere im Kino Rätia in Thusis.
Weitere Aufführungen sind unter www.lucamaurizio.ch/agenda zu finden.



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Fr 13. Februar 20:15







 

Kindergeschichten - Manuel Löwensberg spielt Peter Bichels Kindergseschichten

Dass die Erde rund ist, weiss man gemeinhin. Der namenlose Mann in Peter Bichsels Kindergeschichte «Die Erde ist rund» weiss dies auch. Er weiss, ginge er nur immer geradeaus, käme er irgendwann von der anderen Seite wieder an dieselbe Stelle zurück. Nur glauben kann er das eben nicht. «Und deshalb muss ich es ausprobieren», meint er.
Das junge Publikum folgt gebannt jedem Wort und jeder Bewegung von Manuel Löwensberg, der sich aufmachte, Bichsels literarischen Personenfundus in einer Solo-Performance lebendig werden zu lassen.
Wer als Erwachsener sieht, wie vorurteilsfrei und selbstverständlich die Kinder Bichsels Sonderlingen und ihren Ideen begegnen, kann nur noch staunen und sich selbst - insgeheim - auch dahin zurückwünschen, wo die Fantasie (noch) keine Grenzen kennt.
Manuel Löwensberg ist freischaffender Film- und Theaterschauspieler in der Schweiz, Österreich und Deutschland.



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Fr 18. März 20:15







 

Pferde stehlen (erzähltheater) (Jaap Achterberg)
Wenn man zusammen Pferde stehlen kann, so heisst dies, dass man sich auf einander verlassen – sich blind vertrauen kann. Ein Mann erzählt, wie er als 15-jähriger Junge in einer Waldhütte irgendwo im hohen Norden mit seinem geliebten und bewunderten Vater einen unvergesslichen Sommer erlebt; wie ihm dort das Urvertrauen in seine Liebsten abhanden kommt, und wie er neues Vertrauen ins Leben findet. Es ist eine Geschichte übers Erwachsenwerden, über Liebe und Abschied, über unbändige Lebenslust. Mitreissend, berührend und tröstlich.

Jaap Achterberg hat Per Pettersons Roman «Pferde stehlen» zu einer Theaterfassung verdichtet und brauchte dafür vier Monate. Der Aufwand hat sich gelohnt. herausgekommen ist ein Abend, wie man ihn nicht alle Tage geniessen kann. Die mitreissende Geschichte entführt das Publikum nach Ostnorwegen, auf eine Reise in die absolute Einsamkeit. Es ist November, kalt und dunkel. Die Geschichte erzählt von Wetterumschwüngen und Lichtwechseln und ihrem Einfluss aufs Gemüt, von der wortlosen Kommunikation zwischen Mensch und Tier, von der Kunst, Bäume zu fällen und zu flössen, von Freundschaft, von schrecklichen Ereignissen und wie diese bis ins hohe Alter nachwirken und an die Oberfläche dringen.

Achterberg entwickelt beim Erzählen einen so unwiderstehlichen Sog, dass man ihm an den Lippen hängt, und als das Stück endet, fühlt man sich, wie wenn man ein sehr gutes Buch zu Ende gelesen hat. Und man ist ein bisschen traurig, dass man aus dem fiktiven Ostnorwegen wieder in die Realität zurückkehren muss.

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Sa 23. April 20:15






 

Hang Up
Les Diptik - Céline Rey und David Melendy

Sie hängen in ihren Mänteln und warten auf ihr Wiedergeburt. Garlic, so zärtlich wie zappelig und Dangle, melancholisch und unberechenbar, hängen aneinander, hängen in der Luft, hängen zwischen den Welten.
Ungewiss ob der Wartedauer, sind sie dem Schwebezustand und einander hilflos ausgeliefert, träumen, bangen und stolpern über die verzwicktesten Fragen des Menschseins.
«Hang Up», das erste Bühnenprogramm des Kompanie Les Diptik aus Fribourg, ist eine absurd-komische Poesie, ein Erforschen nach dem Sinn des Seins (oder Nicht-Seins) und hängt wohl irgendwo zwischen Clownerie und Theater.



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Fr 5. Mai 20:15






 

Die Hintertür - Schlagzeug und Pingdugonggong
Ein KlangTanzTheater mit Fritz Hauser, Rob Kloet & Peter Conradin Zumthor

Was geschieht, wenn drei sehr unterschiedliche Schlagzeuger aufeinander treffen? Für das Bühnenprojekt 'Die Hintertür' bündeln der Basler Soloschlagzeuger Fritz Hauser (Jahrgang 1953), der Holländer Rob Kloet (Mitbegründer der Popband NITS, Jahrgang 1952) und der vielseitige Bündner Trommler Peter Conradin Zumthor (Jahrgang 1979) erstmals ihre Energien und Phantasien. Gemeinsam wollen sie über die Trommelränder hinausschauen. Aber 'Die Hintertür' ist weder Konzert noch ein auf literarischer Vorlage erarbeitetes Theaterstück. Vielmehr verzahnen sich hier Klang, Geräusch und Rhythmus unkonventionell und unterhaltsam mit Gestik, Mimik und Bewegung. Der Regisseur Tom Ryser (Regisseur von Ursus&Nadeschkin, Duo Lunatic u.a.) lässt die drei unterschiedlichen Charaktere aufeinander prallen und stellt dabei grundsätzliche gesellschaftliche Fragen: Wer bekommt welchen Platz? Wer will welchen Platz? Und was erzählt eigentlich der Schlagzeuger in der Anordnung seiner Trommeln über seinen eigenen Charakter? Mit den drei Musikern aus drei Sprachregionen entsteht so das Modell einer Miniaturgesellschaft, was zwangsläufig zu allen Konflikten führt, die bei solchen Konstellationen entstehen können. Aber hier werden die Konflikte nicht ausdiskutiert, sondern mit den Schlagstöcken auf den Trommeln ausgetragen. Debattiert wird mit Rhythmus und Bewegung und so entsteht ein Klangtanztheater für neugierige Augen und Ohren. Schlagzeug: Fritz Hauser, Rob Kloet, Peter Conradin Zumthor Regie: Tom Ryser Licht: Roger Stieger Produktionsleitung: Patricia Umbricht Produktion: cultact Koproduktion: Theater Chur, Gare du Nord Basel, Postremise Chur

Ein Konzert ist ein Theater ist ein Gespräch. - Die Schlagzeuger Fritz Hauser, Rob Kloet und Peter Conradin Zumthor schauen über die Trommelränder hinaus und überraschen mit einer Inszenierung, in der sich Klang, Geräusch und Rhythmus mit theatralen Elementen verbinden. Die musikalische Palette aus Eigenkompositionen und Improvisationen reicht von frappierendem Unisono bis zum komplexen Klangmobile. Durch die Hintertür entführen die Ausnahmemusiker das Publikum in die unerhört vielseitige Klangwelt der Perkussionsinstrumente. Dabei donnern und dingeln sie einmal quer durchs Chaos, bis sie sich schliesslich zu einem fulminanten «Pingdugonggong» zusammenfinden.



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  kino rätia thusis - postfach 91 - obere stallstrasse - 7430 thusis - fon 081 630 06 56