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Dezember 2017



Do 14.
Fr 15.
Fr 15.
Sa 16.
Sa 16.
So 17.




20:15
19:00
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Menashe
Menashe
Daniel Hope - Der Klang des Lebens
Daniel Hope - Der Klang des Lebens
Menashe
Daniel Hope - Der Klang des Lebens



Mi 20.
Do 21.
Fr 22.
Fr 22.
Sa 23.
Sa 23.




20:15
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Django
Glow
Maudie
Glow
Django
Maudie



Di 26.
Di 26.
Mi 27.
Do 28.
Fr 29.
Fr 29.
Sa 30.
Sa 30.
Sa 30.
So 31.
Mo 1.1.
Mo 1.1.
Di 2.1.




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16:30
20:15
20:15

 


The Eagle Huntress
Últimos dias en La Habana
Rue de blamage
Sami - A Tale From the North
Les voyages extraordinaires d'Ella Maillart
Últimos dias en La Habana
Die Entführung aus dem Serail (Opernabend)
Sami - A Tale From the North
Les voyages extraordinaires d'Ella Maillart
Silvesterapéro und Film (gratis)
The Eagle Huntress
Die Reise der Pinguine 2
Die letzte Pointe




 



 

Do 14. 20:15
Fr 15. 19:00
Sa 16. 21:15

 

Menashe
Joshua Z Weinstein, USA 2016, Jiddisch/d, 83’, ab 12/14

Joshua Z. Weinsteins fast vollständig in jiddischer Sprache gedrehtes Spielfilmdebüt spielt in der Welt der orthodoxen chasidischen Juden von Brooklyn, New York. Der Film erzählt die Geschichte eines Vaters (Menashe Lustig), der nach dem Tod seiner Frau darum kämpft, dass sein Sohn weiterhin bei ihm leben kann, was nach strenger Auslegung der Thora nicht möglich wäre. Menashe ist ein geradezu „unorthodoxer“ Mensch, ein Individuum in einer Gesellschaft, die auf Synchronität und Einheitlichkeit aus ist.
Doch Menashe gibt nicht so leicht auf. Er bekommt eine Wochenfrist vom Rabbi und gibt sein Bestes, auch im Hinblick auf die zu planende Trauerfeier für seine Frau. Doch eigentlich hat er bereits genug Probleme am Hals bei seinem Tagesjob. Im Minimarkt an der Kasse wird er vom Chef drangsaliert, der Boden sei nie sauber genug gewischt. Und die Kopfsalate, die er verkaufen soll, sind auch nicht über alle Zweifel erhaben.

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Fr 15. 21:00
Sa 16. 19:00
So 17. 20:15

 

Daniel Hope – der Klang des Lebens
Regie Nahuel Lopez, D/CH 2017, deutsch, 104’, ab 10

Daniel Hope ist einer der bedeutendsten Geiger der Gegenwart und auf den grössten internationalen Bühnen der Welt zu Hause. 2016 begleitet Regisseur Nahuel Lopez den Violinisten mit der Kamera. Es ist ein besonderes Jahr für Daniel Hope. Er wird "Music Director" des Zürcher Kammerorchesters, damit erfüllt sich sein Traum, mit einem renommierten Ensemble zu musizieren. Und er zieht mit seiner Familie zurück nach Berlin, in das Land seiner Vorfahren. Daniel Hope stammt von jüdischen Emigranten ab, die vor den Nazis nach Südafrika flüchteten, um dann wegen der Apartheid nach England umzusiedeln. Hier traf der damals vierjährige schliesslich seinen späteren Mentor, den weltbekannten Geiger Yehudi Menuhin.

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Mi 20. 20:15
Sa 23. 19:00

 

Django
Regie: Etienne Comar, F 2017, F/d, 117’

Frankreich 1943, zur Zeit der deutschen Besatzung. Der begnadete Jazzgitarrist und -komponist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert die Zuhörer mit seinem Gypsy-Swing – einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die Besatzer nicht entziehen können. Während viele andere Sinti in ganz Europa verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht werden, kann sich Django aufgrund seiner Popularität in Sicherheit wiegen. Bis ihn Vertreter des NS-Propagandaapparats auffordern, auf Tournee nach Deutschland zu gehen, um gegen die US-amerikanische „Negermusik“ anzuspielen. Django Reinhardt weigert sich. Eine Pariser Verehrerin hilft ihm, seiner schwangeren Frau und seiner Mutter unterzutauchen und in ein Dorf in der Nähe der Schweizer Grenze zu gelangen. Hier trifft er auf Mitglieder seiner weitverzweigten Familie, die ebenfalls auf der Flucht sind. Als er mit Frau und Mutter über den Genfer See zu fliehen versucht, sind ihm die Nazis dicht auf den Fersen.

In seinem Regiedebüt porträtiert Étienne Comar einen unkonventionellen Künstler und Freigeist, dessen Leben so improvisiert ist wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existentielle Entscheidung treffen.

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Do 21. 20:15
Fr 22. 21:30

 

Glow
Regie: Gabriel Baur, CH 2017, Dialekt, 100’, ab 12/14

Zürich in den 1980er Jahren: Eine Zeit, in der Freiheit von der Jugend exzessiv gesucht und gelebt wurde. Für die Realisation der eigenen Träume galt einzig die Devise «Jetzt oder Nie». Im Zentrum des Dokumentarfilms GLOW steht eine intime Begegnung mit der damaligen Ikone Lady Shiva, die über die Schweizergrenze hinaus als Model und Muse berühmter KünstlerInnen bekannt wurde, das volle Programm durchzog und jung starb. Sie träumte davon, Sängerin zu werden. Mit der Band «Dressed Up Animals» probt sie 1982 für ein Konzert, das niemals stattfinden wird. Seltene Archivaufnahmen lassen den Moment wiederauferstehen. Mitwirkende und Zeitzeugen erinnern sich.

Lady Shiva alias Irene Staub gilt als eine der grossen Ikonen der bewegten Epoche zwischen 1968 und den späten 80er Jahren. Dank ihrer Ausstrahlung und Selbstmystifikation öffneten sich ihr schnell viele Türen. Sie wurde von einer Pionierin des Schweizer Modedesigns entdeckt und schaffte den Aufstieg von der Strassenprostitution bis in die angesagte Kunstwelt, in der sie als Muse, Model und Performerin grosse Erfolge feierte. Diesem Karrieresprung zum Trotz blieb sie stets eine Seiltänzerin zwischen den verschiedenen Welten und jagte ihren Träumen nach. So versuchte sie, auch als Sängerin der legendären Zürcher Underground-Band «Dressed Up Animals» durchzustarten. Zuletzt forderte das Leben auf der Überholspur aber seinen Tribut: Aufgerieben zwischen Erfolg, Freiheitsdrang und Selbstzerstörung verstarb Lady Shiva viel zu jung unter nicht restlos geklärten Umständen bei einem Motorradunfall in Thailand.

Mit «Glow» gelingt Gabriel Baur eine bewegende Hommage an eine der grössten Schweizer Diven. Mit teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial und prominenten Weggefährten entführt uns der Film in eine pulsierende Epoche der schier unbegrenzten Möglichkeiten, die bis heute Sehnsucht weckt und in der für Menschen wie Lady Shiva nur der Himmel als Grenze zu existieren schien. «Glow» handelt von der Odyssee einer Rebellin auf der Suche nach ihrer Identität, von einer bewegenden Freundschaft und Liebe.

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Fr 22. 19:00
Sa 23. 21:30

 

Maudie
Regie: Aisling Walsh, Kanada 2016, E/d/f, 115’, ab 12

Die wahre Geschichte der erfolgreichen Malerin Maud Lewis und ihrer Liebe zu Everett. Während Everett, ein Einzelgänger, keine Nähe zulassen kann, hat Maudie, eine körperlich fragile, aber charakterstarke Frau, in ihren Gefühlen für diesen Mann keine Vorbehalte. In der Abgeschiedenheit der eindrücklichen Landschaft Kanadas entfaltet sich nicht nur ihr malerisches Talent, sondern es gelingt ihr auch, Everett gegen seinen Willen in eine andere Welt zu entführen. Sally Hawkins und Ethan Hawke geben einem der berührendsten Filme des Jahres eine unvergessliche Gestalt.

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Di 26. 16:30
Mo 1.1. 16:30

 

The Eagle Huntress
Regie: Otto Bell, Mongolei/USA/UK 2015, OV/d, 87’, ab 10

Aisholpan ist ein 13-jähriges Mädchen aus dem Nordwesten der Mongolei, das hart dafür trainiert, die erste weibliche Adlerjägerin ihrer kasachischen Familie zu werden. Damit würde sie einen Platz an der Spitze einer männerdominierten Tradition einnehmen, die seit Jahrtausenden klassischerweise vom Vater an den Sohn weitergegeben wird. Viele der älteren Vertreter der Adlerjagd in Kasachstan und der Mongolei beäugen das Vorhaben mit Skepsis und können sich nicht mit der Idee anfreunden, einer jungen Frau einen Platz in den Reihen ihrer alten Tradition zuzugestehen. Doch Aisholpans Vater Nurgaiv setzt andere Massstäbe an: Er ist fest davon überzeugt, dass ein Mädchen ebenso viel erreichen kann wie ein Junge, wenn sie nur die dafür notwendige Entschlossenheit aufbringt.

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Di 26. 20:15
Fr 29. 20:45

 

Últimos dias en La Habana
Regie: Fernando Pérez, Kuba 2016, Spanisch/d/f, 93’, ab 16

Diego und Miguel sind Mitte 40 und leben in einer heruntergekommenen Wohnung mitten in Havanna. Miguel lernt Englisch, weil er hofft, so ein Visum für die USA zu bekommen. Diego liegt mit Aids im Bett. Während Diego versucht, seine Lebensfreude und den Humor zu erhalten, hat Miguel sich verschlossen. Als sich Diegos Zustand verschlechtert, bringt seine Nichte Yusi frische Luft in die Bude.
Der Kubaner Fernando Pérez ist bei uns kein Unbekannter. Mit «La vida es silbar» hat er 1999 im Kino einen Grosserfolg gelandet. Unvergessen auch «Suite Habana», seine musikalischvisuelle Liebeserklärung an seine Heimatstadt, die er auch in «Últimos días en La Habana» wieder besingt, und der Titel deutet es an: Es ist ein nostalgisch gefärbter Blick, ein sanft-ironischer Abgesang auf die Hauptstadt eines Landes, und es grenzt an ein Wunder, mit welcher Gelassenheit die Menschen die Situation tragen.

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Mi 27. 20:15

 

Rue de blamage
Regie: Aldo Gugolz, Schweiz 2016, Dialekt, 83’, ab 16

Die «Rue de blamage» – so wird die Baselstrasse im Volksmund genannt – ist eine lärmige Ausfallstrasse in Luzern, mit zwanzigtausend Autos pro Tag, eingezwängt zwischen Gütschberg und Bahngeleisen. Wer an dieser Strasse seine Bleibe findet, lebt nicht im Rampenlicht der Gesellschaft. Hier führt man – wie die Strasse selbst – ein Schattendasein. Daniele, der stadtbekannte Strassenmusiker, versucht trotz Drogenabhängigkeit sein Leben als Vater in den Griff zu bekommen. Amal bangt um ihre Tochter, die sie bei ihrer Flucht in Damaskus zurücklassen musste. Beim Kreuzstutz plagt sich Christoph bei seinem monumentalen Vorhaben, für den pensionierten Strassenkehrer Heinz ein würdiges Denkmal zu schaffen. Und Connie, die gelangweilte Bordellbesitzerin, kommt unverhofft zu einem neuen Fetisch.

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Do 28. 20:15
Sa 30. 19:00

 

Sami – A Tale From the North
Regie: Amanda Kernell, Schweden 2017, OV/d/f, 113’, ab 14

Berührendes Drama um eine 14-Jährige, die aufgrund von Ausgrenzung ihren Wurzeln entsagen will.
Im Schweden der 1930er Jahre besucht die angehende Rentierjägerin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie gehört dem Volk der Samen an, deren Alltag von Diskriminierung und Ausgrenzung geprägt ist.
Elle Marja bemüht sich um die Anerkennung ihrer Lehrerin in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem schwedischen Leben näher zu kommen. Als an der Schule erniedrigende, rassenbiologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala. Doch die Identität zu wechseln erweist sich als viel schwieriger, als sich Elle Marja das vorgestellt hat.

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Fr 29. 19:00
Sa 30. 21:15

 

Les voyages Extraordinaires d'Ella Maillart
Regie: Raphaël Blanc, CH 2017, F/d, 70’, ab 6/10

Ella Maillart gehört zu den grössten Reisenden der 20. Jahrhunderts und ist eine einzigartige Persönlichkeit und aussergewöhnliche Frau. Sportlerin, Schriftstellerin, Reporterin und Fotografin, bringt sie von ihren abenteuerlichen Reisen mehrere Filme sowie rund 20'000 Fotografien mit und schildert ihre Erlebnisse in Büchern, wie beispielsweise « Verbotene Reise » und « Der bittere Weg ». Unter den mehr als einem Dutzend Veröffentlichungen, sind es diese Reiseberichte, welche Ella Maillart weltberühmt machen. Aber wer ist Ella Maillart wirklich? Was treibt sie an, sich in der damaligen Epoche alleine ins Unbekannte aufzumachen, die Welt zu erobern? Welches Vermächtnis hinterlässt uns diese Frau, die auch heute noch, 20 Jahre nach ihrem Tod, eine unglaubliche Modernität verkörpert?

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Sa 30.12. 16:30

 

Die kleine Meerjungfrau – The Little Mermaid (Opernabend)
San Francisco Opera Orchestra, San Francisco Ballett

Das Märchenballett kreierte John Neumeier mit dem Königlich Dänischen Ballett zur Feier des 200. Geburtstages des dänischen Dichters Hans Christian Andersen.
Neumeier schuf eine moderne doch auch zeitlose Interpretation der kleinen Meerjungfrau – ein dramatisches Märchenszenario, das in zwei gegensätzlichen Welten spielt. Die schlichte Unterwasserwelt der Meereswesen bildet einen gewaltigen Kontrast zum pompösen Leben der Menschen auf dem trockenen Land. Die zentrale Figur der Meerjungfrau reist durch beide Welten und erträgt in ihrer bedingungslosen Liebe zum Prinzen endloses Leid – durch ihre eigene Stärke findet sie am Ende Erlösung. Das Ballett unterstreicht die Parallelen des Märchens zu Hans Christian Andersens eigener Biographie.

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Mi 1.1. 20:15

 

Die Reise der Pinguine 2
Regie: Luc Jacquet, F 2016, deutsch, 85’, ab 8

Man sieht ihr an, dass sie sich unter einer Wohlfühloase etwas anderes vorstellt. Mit 0.5 Kilometern pro Stunde stakst die schwarz-weisse Gestalt über das Eismeer, die grösste Wüste der Welt. Einzig der Mond begleitet sie. Manchmal rutscht sie weg, fängt sich auf, hält inne. Kurz zuvor ist der Kaiserpinguin noch pfeilschnell durch den Ozean geglitten. Endlich, nach langer Zeit wieder einmal war er wieder einmal in seinem Jagdrevier.
Vollgefressen begibt er sich auf den kilometerlangen Rückweg zur Kolonie, wo sein Junges ungeduldig den vorverdauten Nahrungsbrei erwartet. Doch unter den Tausenden von Artgenossen das eigene Kind zu finden, ist alles andere als selbstverständlich. Genauso wenig wie die Tatsache, dass sich dieses Jungtier in seinen wenigen Wochen Lebenszeit bereits als Überlebenskünstler profiliert hat. Denn dieser aberwitzige, graue Flaumknäuel lässt gar keinen fast unbestreitbaren Pflegeufwand vermuten.

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